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Betriebsmodelle

Wie Solarstrom lokal & gewinnbringend verbraucht werden kann

Betriebsmodelle beschreiben, wie eine Solaranlage organisiert, betrieben und abgerechnet wird – also wer den Strom produziert, wer ihn nutzt und wie er verteilt oder verkauft wird. Sie legen fest:

  • Wer Eigentümer der Anlage ist

  • Wie der erzeugte Strom genutzt wird (Eigenverbrauch, gemeinsamer Verbrauch, Einspeisung ins Netz)

  • Wie Abrechnung und Messung funktionieren

  • Welche Rollen die Beteiligten übernehmen (z. B. Betreiber, Teilnehmende, Netzbetreiber)

Diese Modelle schaffen klare Rahmenbedingungen dafür, wie mehrere Parteien – etwa Haushalte, Betriebe oder ganze Areale – erneuerbaren Strom gemeinsam nutzen können. Ziel ist es, eine faire, transparente und wirtschaftlich sinnvolle Struktur für alle Beteiligten zu schaffen und gleichzeitig die Energiewende zu unterstützen.

Was sind Betriebsmodelle?

Vorteile auf einen Blick

  • Mehr Eigenverbrauch: Sie nutzen Ihren Solarstrom direkt und reduzieren Ihre Energiekosten.

  • Transparente Abrechnung: Klare Rollen, klare Kosten, klare Verantwortlichkeiten.

  • Faire Stromverteilung: Mehrere Parteien können gemeinsam von einer Solaranlage profitieren.

  • Höhere Wirtschaftlichkeit: Lokaler Verbrauch steigert den Wert des erzeugten Solarstroms.

  • Unabhängiger von Energiepreisen: Weniger Bezug aus dem öffentlichen Netz macht Sie langfristig resilienter.

  • Rechtlich klar geregelt: Schweizer Modelle bieten definierte Rahmenbedingungen für Planungssicherheit.

Was für Betriebsmodelle gibt es?

In der Schweiz haben wir 4 verschiedene Arten von Betriebsmodellen, welche sich hauptsächlich durch deren räumlichen Ausdehnung unterscheiden. Die folgende Visualisierung von lokalerstrom.ch gibt eine gute Übersicht zu den verschiedenen Modellen und wie Sie kombinierbar sind.

Was ist das Praximodell VNB?

Das Praxismodell VNB ermöglicht Solarstromproduzenten den Solarstrom dem Gebäude hinter demselben Netzanschlusspunkt direkt vor Ort zu verbrauchen. Die Teilnehmer beziehen ihren Strom also nicht mehr vollständig vom Energieversorger, sondern zu einem (grossen) Teil aus der lokalen Anlage. Dadurch wird der Eigenverbrauch der lokalen Stromproduktion gesteigert und dank eingesparten Netzkosten die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage deutlich erhöht.

Beim Praxismodell VNB bleiben alle Teilnehmer*innen weiterhin Kunde vom Verteilnetzbetreiber. Dieses Modell kann nur vom lokalen Verteilnetzbetreiber angeboten werden.

Was ist der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)?

Ein ZEV ist ein Zusammenschluss mehrerer Parteien – zum Beispiel eines Mehrfamilienhauses oder mehrerer Gebäude – die gemeinsam Solarstrom produzieren und direkt vor Ort verbrauchen. Die Teilnehmer beziehen ihren Strom also nicht mehr vollständig vom Energieversorger, sondern zu einem (grossen) Teil aus der lokalen Anlage. Dadurch wird der Eigenverbrauch der lokalen Stromproduktion gesteigert und dank eingesparten Netzkosten die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage deutlich erhöht.

Wie unterscheidet sich die ZEV vom Praxismodell? In einer ZEV bilden die Teilnehmer*innen eine "Elektrizitätsgemeinschaft" und treten als 1 Kunde gegenüber dem Verteilnetzbetreiber auf. Entsprechend erhalten Sie auch nur noch eine Rechnung für die Elektrizitätsgemeinschaft. Beim Praxismodell VNB bleiben alle weiterhin Kunde vom Verteilnetzbetreiber und es wird keine Gemeinschaft formell gegründet. Die ZEV kann jedoch von Drittanbietern offeriert werden, im Gegensatz zum Praxismodell VNB.

Was ist der virtuelle Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV)?

Beim vZEV können Gebäude, die nicht direkt miteinander verbunden sind, trotzdem gemeinsam Solarstrom teilen. Die Abrechnung bleibt lokal und transparent, der physische Zusammenschluss ist jedoch nicht notwendig. Dies ist ideal für Areale oder benachbarte Betriebe. Dadurch wird der Eigenverbrauch der lokalen Stromproduktion gesteigert und dank eingesparten Netzkosten die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage deutlich erhöht.

Der vZEV unterscheidet sich vom ZEV hauptsächlich in der Messtechnik und der Ausbreitung.

Was ist die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)?

Eine LEG ist eine Weiterentwicklung des lokalen Stromverbrauches, welches seit 2026 möglich ist: Hier können grössere Gruppen innerhalb eines definierten Versorgungsgebiets Strom austauschen – auch über das öffentliche Netz, jedoch zu vergünstigten Konditionen. Ziel ist es, regionale erneuerbare Energie zu stärken und den lokalen Austausch zu fördern.

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